Wer den Namen zum ersten Mal hört, könnte meinen bei Ayurveda handle es sich um eine indische Krautsuppe. Der Usprung ist schon mal richtig, denn dieses Zauberwort stammt tatsächlich aus dem Indischen. Mit einer Speise liegen Sie bei dem Begriff Ayurveda allerdings falsch. Aber lassen Sie uns von vorne beginnen!
Hinter Ayurveda verbirgt sich eine Weisheit, die sich mit den körpereigenen Heilkräften beschäftigt und sich dabei das Wissen von Mutter Natur zu eigen macht. Die Geschichte des Ayurveda geht mehrere tausend Jahre in die Vergangenheit zurück und wird in ihrem Ursprung auf die Zeit geschätzt, als es die letzten Jungsteinzeitmenschen noch gab.
Schon damals hantierten die Menschen mit selbst gebauten medizinischen Geräten herum, entwickelten Zauberformeln gegen Krankheiten, um böse Geister aus zu treiben und erkannten den Zusammenhang zwischen dem Verhalten des Kranken und dessen Genesungsprozess.
Die ayurvedische Medizin setzt bis heute auf die Selbstheilungskräfte des Körpers, welche wir alle in unserem Organismus haben und die wieder in Gleichklang gebracht werden sollen. Da Mensch aber nicht gleich Mensch ist, ergründet Ayurveda zunächst, welchem Typ der Einzelne angehört. Die Typeneinschätzung nimmt sich die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft zur Grundlage und geht davon aus, dass jeder Mensch auf seine ganz eigene Art ein zu stufen ist. Erst wenn dies geschehen ist, kann die Ayurveda-Medizin ihre Kräfte am effektivsten entfalten.
Dies bedeutet auch, dass nicht Jedem bei gleicher Krankheit mit dem selben Arzneimittel gleich gut geholfen ist. Hauptziel von Ayurveda ist es, ein harmonisches Gleichgewicht in seinem Innersten her zu stellen, damit die positiven Gedankenströme in jede Zelle unseres Körpers fließen können. Wir müssen verstehen lernen, warum wir krank geworden sind, damit wir wieder richtig gesund werden können. Also nicht die Wirkung bekämpfen, sondern die Ursache.
Ein wichtiger Bestandteil der ayurvedischen Lehre besteht in der Überprüfung und Veränderung des eigenen Essverhaltens. Es gibt hier ebenfalls individuelle Empfehlungen, wie wir für unser eigenes Wohlbefinden etwas verbessern können. Dies hat jetzt auch nichts damit zu tun, dass man sich nach der fünften Portion Kartoffelsalat mit Bratwurst irgendwie unwohl fühlt - denn für diese Erkennstnis braucht es keine jahrtausende alte Medizinwissenschaft -, sondern dass man begreifen lernt, welche Lebensmittel einem gut tun und welche der eigene Organismus nicht so gut verwertet.
Was Ayurveda früh erkannte, ist, dass Körper und Geist eng miteinander verbunden sind. Das heißt, wenn der Geist krank ist, streikt irgendwann auch der Körper und man wird noch kränker. Umgekehrt genau so: Ist der Körper geschwächt, schlägt sich das eines Tages auch auf den Geist nieder.
Daher spielt auch die mentale Weiterentwicklung eine ganz wichtige Rolle. Ayurveda hat eigene Wellnessbehandlungen und Entspannungspraktiken entwickelt. Wurde Ayurveda früher oft mit einer Mode-Wellnesskur gleichgesetzt, so ist das falsch. Alles in allem erst ergibt das, was die ayurvedische Lehre bewirken kann.
Natürlich gehört auch ein bisschen Daran-Glauben dazu. Was jedoch Menschen vor -zig Generationen entdeckt und bis heute weitergelebt haben, kann doch nur vielversprechend sein. Ayurveda, probieren Sie es einfach mal aus.